Unser Weg zu einer gesünderen Lebensweise

Die Geburt unserer drei Kinder hat unser Leben auf den Kopf gestellt - in vielerlei Hinsicht. Plötzlich war es mir nicht mehr egal, was auf den Tisch kommt. Wir setzten uns intensiv mit dem Thema Ernährung, Bio und Lebensmittel auseinander und fassten einen wichtigen und nachhaltigen Entschluss: Weg mit Fertigprodukten, weg mit Tiefkühlkost. Wir kochen selbst, regional und saisonal. Und am besten unterstützen wir Kleinbauern mit Ab-Hof-Verkäufen, damit nicht noch die großen Konzerne mitschneiden.

Der Beginn

Anfangs war es gar nicht leicht, sich nur auf saisonale Produkte zu beschränken und dennoch abwechslungsreiche Rezepte zu finden, die den Kindern auch schmecken. Gemeinsam haben wir ein Rezeptbuch angelegt, damit wir nicht nur ein paar Standardgerichte haben, sondern vielfältig und bunt gemischt. Auch den Einkauf zu organisieren brauchte mehr Kapazität als früher, denn die Wege zu den Kleinbauern in der Region (und das in der Großstadt!) waren weit. Und oft mussten wir 2-3 mal wöchentlich hinfahren, um immer frische Produkte zu bekommen.

Der eigene Garten

Durch eine nette Initiative in der Nachbarschaft, dem Guerilla Gardening, begannen wir zusätzlich, eigenes Gemüse und Beeren anzupflanzen: So hatten wir Tomaten, Paprika, Zucchini, Erdbeeren und Ribisel aus eigenem Anbau zur Verfügung und entdeckten unsere Liebe zum Gärtnern. Nur leider haben wir keinen Garten zur Verfügung, doch ein Biobauernhof hatte kleine Parzellen angeboten, die wir dann mieteten und uns gut über einige Monate nahezu selbst versorgen konnten. Die Kinder lernten viel über das Wachstum, den Zusammenhang zwischen Sonne und dem Lebenskreislauf. Es war toll, wie sie mit ihrem Gummistiefel herumstapften, fleißig gossen und ernteten.

Saft in wirklicher Bio-Qualität

Wie alle Kinder, mögen auch unsere Kinder gerne Säfte. Gekaufte Säfte in Bioqualität sind sicher nicht schlecht, aber selbstgemacht schmeckt es doch besser. Zu Beginn haben wir Früchte püriert, dann das Fruchtfleisch abgeseiht und es war zwar lecker, aber mühsam und von einer trinkbaren Konsistenz weit entfernt. Der Weg zu den Smoothies lag nahe und sie schmeckten uns auch gut. Doch als mir meine Mutter einen Entsafter schenkte, waren die Kinder glücklicher als ich. Wir machten unseren ersten Apfelsaft selbst und er schmeckte soooo lecker. Kein Vergleich mit den gekauften Produkten bisher. Und vor allem: Es ging rasch! Kleinere Mengen waren im Handumdrehen fertig und schon konnten wir ein Glas frischen Saft genießen, den ich meinen Kindern gerne gab. Kein künstlich zugesetzter Zucker, sondern der reine Saft. Natürlich begannen wir zu experimentieren mit unterschiedlichen Geschmacksrichtungen und heute möchte ich meinen Entsafter nicht mehr vermissen.